Verlegung der B 112 zwischen Taubendorf und Grießen

Die vorhandene B 112 verlief innerhalb der Grenzen des bereits im Betrieb befindlichen Tagebaus Jänschwalde. Durch die bergbauliche Inanspruchnahme musste die Bundesstraße zwischen den Ortslagen Taubendorf und Grießen verlegt werden. Durch die Lage der bergbaulich genutzten Flächen sowie der östlich gelegenen Neißeauen kam hier nur eine annähernd parallele Verschiebung der Straßentrasse in Richtung Osten in Betracht. Die Finanzierung des Vorhabens erfolgte vollständig durch die Lausitz Energie Bergbau AG, die Projektplanung durch den Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg.

Die Linie passiert die Abbruchkante der Grießener Heide und muss dabei einen Höhenunterschied von rund 40 m auf einer Strecke von ca. 1 km überwinden. Im Zuge der B 112 wurden zwei Knotenpunkte errichtet. Diese dienen zum einen der Erschließung der rückwärtigen Flächen (Knotenpunkt 1) und zum anderen der Anbindung der Ortslage Taubendorf und der Siedlung Albertinenaue (Knotenpunkt 2) an das übergeordnete Straßennetz. Insbesondere für das Brückenbauwerk über das Eilenzfließ sind hohe naturschutzfachliche Anforderungen maßgebend, es wurde in otter- und bibergerechter Bauweise ausgeführt.

Während der Planung fand ein intensiver Abstimmungsprozess mit den betroffenen Gemeinden und landwirtschaftlichen Betrieben statt, um die Auswirkungen des Straßen-neubaus auf die durch den Braunkohletagebau ohnehin stark Betroffenen zu minimieren.
Mit dem Bau wurde im Mai 2016 begonnen, die feierliche Verkehrsfreigabe fand am 24. August 2017 statt.

Technische Daten:
4,34 km Neubaulänge im Regelquerschnitt RQ 11,5+ (durchgehend dreistreifig)
2 plangleiche Knotenpunkte
1 Brückenbauwerk über ein Fließgewässer
1 Versickerbecken
Ausstattung, Beschilderung und Markierung

Auftraggeber: Lausitz Energie Bergbau AG

Baukosten: ca. 9,5 Mio. €

Leistungen:
Bauoberleitung
Örtliche Bauüberwachung
Nachtragsbearbeitung
SiGe-Koordination

Leistungszeitraum: 04/2016 bis 03/2018 (Lph. 9 bis 2022)